STADTFORUM – Fokus: Konzept und Vertiefungen

Mit dem fünften und letzten Stadtforum endet der Stadtdialog BAD HOMBURG 2030. Die 16 Vertiefungsbereiche für eine zukunftsfähige Entwicklung Bad Homburgs wurden vorgestellt. Diese Aufgaben und Bereiche bilden das Herzstück des Regiebuchs.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie sehr Sie sich für Ihre Stadt interessieren und engagieren.“

Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes begrüßte die über 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kurhaus und betonte, die große Beteiligung der Bad Homburger Bürgerinnen und Bürger am Prozess zum Stadtentwicklungskonzept habe ihn nachhaltig beeindruckt. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, und zeigt, dass wir in Bad Homburg schon eine Kultur des Miteinanders und des Dialogs begonnen haben und dass wir diese weiter entwickeln sollten. Auch um bei der Umsetzung des Regiebuchs der integrierten Stadtentwicklung, gemeinsam die passenden Lösungen finden zu können.“

Im letzten Forum stehen nun die 16 Vertiefungsbereiche für Bad Homburg im Fokus. Es ist das Ergebnis eines Wegs, den die Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichsten Sichtweisen angereichert haben. Hieraus hat sich erkennen lassen, was für die Stadt Bad Homburg im Ganzen gewünscht wird. „Vielen Dank, dass Sie mit dabei sind, Bad Homburgs Zukunft zu gestalten!“, so der Oberbürgermeister.

Der Stadtdialog FOKUS ZUKUNFT – BAD HOMBURG 2030

Kristina Oldenburg von KOKONSULT präsentierte den Verlauf des gemeinsamen Stadtdialogs mit der Bad Homburger Bürgerschaft. In dem einjährigen Verlauf wurden in drei Phasen – Analyse-, Konzept- und Ergebnisphase – eine große Bandbreite an Formaten durchgeführt. Neben den fünf großen Stadtforen mit jeweils mehreren hundert Besuchern, waren auch spezielle Formate im Einsatz. Es wurde in den Vor-Ort Dialogen in den Stadtteilen am Dialogmobil diskutiert, Fachexperten trafen sich im November 2017 im Rahmen von fünf thematischen Fachdialogen und auch im Internet wurde in drei Online-Dialogen beteiligt. Für die Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen war im Frühling 2018 das mobile Dialogfahrrad unterwegs und startete an verschiedenen Orten wie etwa im Seedammbad oder am Abenteuerspielplatz Hofheimer Straße die Diskussion zur Zukunft der Stadt. Auch besondere Zielgruppen – zum Beispiel Ältere, Auszubildende, Menschen mit Migrationshintergrund und Familien – wurden in einem weiteren Format eingebunden.
Zusammen entstand so ein vielfältiges Bild der Stadt. Alle Kommentare, Notizen, Meinungen und Ideen – zusammen fast 7.000 Eingänge – sind in die inhaltliche Konzeption eingeflossen.

Von den Leitzielen zu den Projekten: Die 16 Vertiefungsbereiche zu BAD HOMBURG 2030

Svenja Knuffke und Stefan Kornmann von Albert Speer & Partner (AS+P) stellten in einem Vortrag die 16 Vertiefungsbereiche für das Regiebuch BAD HOMBURG 2030 vor. Welche Zukunftsaufgaben und Bereiche rücken in den Fokus? Welche Themen und Räume sind für die Entwicklung Bad Homburgs besonders wichtig.
Bad Homburg liegt im Spannungsfeld zwischen pulsierender Metropolregion und idyllischer Taunuslage, zwischen Tradition und Moderne und zwischen Dynamik und Beständigkeit. Diese Qualitäten stehen dabei aber nicht im Widerspruch zueinander, sondern sind in ihrer Vielfältigkeit zugleich Chance und Voraussetzung für eine zukunftsfähige Stadt. „Die Leitidee ‚Erhalten und Entwickeln ‘ zum Stadtentwicklungskonzept Bad Homburg 2030 greift das Bild einer Stadt auf, die vielfältige Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten bietet“, so Stefan Kornmann.

Planungsgrundsätze für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung

Das Stadtentwicklungskonzept basiert auf den Prinzipien einer nachhaltigen flächen- und ressourcenschonenden Siedlungsentwicklung. Neben der Benennung von Maßnahmen zur Innenentwicklung, sollen sich künftige Siedlungsentwicklungen vor allem an den vorhandenen Infrastrukturen orientieren, um diese auszulasten und neue Investitionen zu minimieren.

Empfohlene Vertiefungen zu BAD HOMBURG 2030

Vor dem Hintergrund der Leitziele und den von den Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Hinweisen wurden Projekte identifiziert, die als Impulsgeber für die weitere Stadtentwicklung dienen sollen. Diese so genannten „Vertiefungsbereiche“ sollen in weiteren Untersuchungen weiter ausgearbeitet und zur Umsetzung gebracht werden. „Dabei kann es sich sowohl um im Detail auszuarbeitende Einzelprojekte als auch um vertiefende Machbarkeitsstudien handeln. Der Zeithorizont der Vertiefungen reicht von kurz- bis langfristig“, so Svenja Knuffke. Die Vertiefungsbereiche verdeutlichen, welche Zukunftsaufgaben in den Fokus gerückt werden sollen und welche Themen und Räume für die künftige Entwicklung Bad Homburgs besonders wichtig sind. Insgesamt sind durch AS+P 16 Vertiefungsbereiche und Zukunftsaufgaben identifiziert worden. Diese sind für die Entwicklung der Stadt Bad Homburg in den kommenden Jahren besonders wichtig. Von den 16 Bereichen sind folgende Vertiefungen prioritär zu sehen:

  • Etablierung der Beteiligungskultur
  • Erstellung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzepts
  • Gestaltungskonzept für die Innenstadt und das Kurhausumfeld
  • Akzentuierung der Stadteingänge
  • Aktivangebote für Jugendliche

Die Rahmenpräsentation des Stadtforums mit ausführlichen Beschreibungen der Vertiefungsbereiche finden Sie hier.

Etablierung der Beteiligungskultur

Holger Heinze, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung der Stadt Bad Homburg, erläutert abschließend den Vertiefungsbereich „Etablierung der Beteiligungskultur“ und zeigt auf, dass durch die Erarbeitung von Leitlinien der Beteiligung in Bad Homburg die Transparenz und der Wissensaustausch – zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft – erhöht und ferner dadurch die Beteiligungskultur in der Stadt verstetigt werden soll. „Es gilt in den kommenden Wochen und Monaten eine passende Konzeption zur Erstellung der Leitlinien zu entwickeln“, so Heinze.

Die Bürgerinnen und Bürger kommentieren

Bereits während des Vortrages von Svenja Knuffke und Stefan Kornmann bestand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen, Kommentare und Meinungen zu Vertiefungsbereichen zu notieren. Dazu lagen Bleistifte und Kommentarkarten auf allen Sitzplätzen bereit. Und die Chance zu Rückfragen an die Planer wurde genutzt! Über 200 Fragen werden eingesammelt und durch Kristina Oldenburg und Martin Weghofer gebündelt.
Gemeinsam mit Holger Heinze, Stefan Kornmann und Svenja Knuffe wurden ausgewählte Fragen von der Bühne aus besprochen, diskutiert und gemeinschaftlich beantwortet.

Das Regiebuch für BAD HOMBURG 2030

Zum Abschluss bedankte sich Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes nochmals für den immensen Zuspruch bei den Stadtforen und ergänzte, dass das „Regiebuch BAD HOMBURG 2030“ in den kommenden Wochen druckreif ausgearbeitet werden wird. Darin wird gebündelt das Stadtentwicklungskonzept dargestellt. Alle weiteren Informationen dazu, in Kürze auf dieser Webseite.

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